Sehenswürdigkeiten in Frankfurt

Sehenswürdigkeiten in Frankfurt


Zoo

Menschen und Tiere sind immer ein großes Thema. Der Zoo ist eine Einrichtung, die Jung und Alt gleichermaßen anzieht. Nicht anders ist es beim Zoo Frankfurt, in der Innenstadt, der zu den ältesten, zoologischen Gärten der Welt zählt. Über 4.500 Tiere, aus 500 verschiedenen Arten, warten hier auf den Besucher. Große und kleine Tiere versammeln sich gleichermaßen und lassen an ihrem Leben teilhaben. Löwen, Nashörner Kängurus, Affen oder Krokodile, aus allen Kontinenten der Welt, bilden die Vielfalt des Tierreiches ab. Ein großer Forscher hat diesem Zoo sein Engagement gewidmet. Professor Bernhard Grzimek, der den meisten durch seine spannenden Tierdokumentationen im TV bekannt ist, hat sich, nach der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg, der Einrichtung angenommen und sie wieder aufgebaut. Die moderne und artengerechte Haltung der Tiere stand bei seinen Bemühungen im Vordergrund. Ein Highlight im Zoo Frankfurt ist das Grzimek-Haus oder Nachttierhaus. Einzigartig in Europa können hier nachtaktive Tiere, deren Lebensraum authentisch durch spezielle Lichtverhältnisse nachempfunden wurde, beobachtet werden. Fledermaus oder Erdferkel lassen sich über die Schulter schauen. Der Katzendschungel beherbergt Sumatratiger und Indische Löwen und ist ein wahrer Publikumsmagnet. Auch die Tiere zu Wasser, wie Reptilien, Pinguine, Fische oder Amphibien kann der Zoo vorweisen. Das Exotarium zeigt die Artenvielfalt vom Polarmeer bis zum Amazonas. Originalgetreue Kulissen, z.B. die Robbenklippen oder eine Grotte, lassen besondere Einblicke zu. Die Menschenaffen im Borgori-Wald sind einzigartig. Alle vier Menschenaffenarten konnten erstmals im Frankfurter Zoo gezüchtet werden. Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans leben in ihrer vertrauten Welt mit Sträuchern, Felsen und Bäumen. Ein Dschungelerlebnis ist bei diesem Besuch vorprogrammiert. Doch es gibt noch mehr zu sehen: Vogelhallen, Giraffen- und Nashornhaus sowie ein extra Kinderzoo mit Spielplatz. Zahlreiche Events und Ausstellungen ergänzen das reichhaltige Programm des Hauses in der Bernhard-Grzimek-Allee 1.


Deutsches Architekturmuseum (DAM)

Ein Exponat als Ausstellungsraum hat der Kölner Architekt Oswald Mathias Ungers geschaffen. Als Haus-im-Haus ist das DAM konzipiert und genießt europaweit, in Sachen aktuelle Architektur und der damit verbundenen Geschichte, einen hervorragenden Ruf. Als Sinnbild der Baukunst kann man die Konstruktion verstehen. Eine Doppelhausvilla aus dem Jahr 1912 wurde entkernt und von einer Glashalle umgeben. So entstand Architektur, die transparent ist und einen neuen Blickwinkel auf diesen weiten Begriff erlaubt. Eine strenge Gliederung und die neutrale Farbgebung in Weiß lassen die Ausstellungsobjekte perfekt zur Geltung kommen. Der Besucher kann sich vollends auf die 24 Großmodelle von der Steinzeit bis in die Gegenwart konzentrieren. „Von der Urhütte zum Wolkenkratzer“ lautet der Titel der Dauerausstellung, die anschaulich zeigt, wie sich die Bau- und Siedlungsgeschichte über die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Die große Vielfalt der Architektur, die sich ständig im Wandel befindet und dennoch geprägt ist von Kunstformen und historischen Einflüssen, lässt das Deutsche Architekturmuseum zu einem Schauplatz zahlreicher Wechselausstellungen im Laufe des Jahres werden. Moderne und zeitgenössische Architektur im In- und Ausland bestimmen dabei den Themenkomplex. Die Sammlung des Museums ist riesengroß. 600 Modelle, 180.000 Pläne und Zeichnungen sind vertreten. Dabei bieten die vielfältigen Exponate, wie Skizzen, Stiche und Maßstab getreue Modelle, zahlreiche Präsentationsmöglichkeiten zu wichtigen Schaffensperioden bedeutender Persönlichkeiten im 20. Jahrhundert. Die Präsenz-Bibliothek, die ca. 25.000 Bücher und Zeitschriften umfasst, ist eine wahre Fundgrube für alle, die mehr über die faszinierende Architektur und ihre Ausprägungen erfahren möchten.


Caricatura – Museum für Komische Kunst

Komische Kunst, darunter fallen auch Karikaturen, ohne die der Welt eindeutig etwas fehlen würde. Sei es nun politische Satire oder die verfremdende Darstellung mit einem ironischen Aspekt. Etwas zu lachen gibt es meistens immer. Damit diese Kunstform auch den ihr gebührenden Raum erhält, wurde 2008 das Museum für Komische Kunst, im historischen Leinwandhaus zwischen Dom und Main in Frankfurt, eröffnet. Über 4000 Original-Karikaturen aus der berühmten Neuen Frankfurter Schule sind hier zu bewundern. Natürlich ist auch Schmunzeln erlaubt - nein - sogar erwünscht. Hans Traxler, F.K. Waechter, Clodwig Poth und viele andere sind mit ihren Werken vertreten. Sie gehören zur „komischen“ Riege der legendären Satirezeitschriften Pardon und Titanic, die Frankfurt den Ruf einer „Hauptstadt der Satire“ eingebracht hat. Aber auch der begabte Nachwuchs ist in Wechselausstellungen zu sehen. Dazu zählen zum Beispiel Bernd Pfarr und Volker Reiche. In der so genannten „Medienlounge“ werden Film- und Literaturarbeiten der Neuen Frankfurter Schule vorgestellt. Damit das Haus seinem Namen auch alle Ehre macht, finden regelmäßig Veranstaltungen, Lesungen und Darbietungen der Kleinkunst statt, um die Lachmuskeln der Besucher zu strapazieren. Auch der Forschung widmet sich das Komische Museum. „Wie kann Lachen mit künstlerischen Mitteln erzeugt werden“, ist die Frage, die in einer umfassenden Dokumentation beantwortet werden soll. Am Eingang des Museums heißt ein lustiger Elch die Besucher willkommen. Die von Hans Taxler gestaltete Skulptur ist die Symbolfigur der Neuen Frankfurter Schule.


Alt-Sachsenhausen

Normalerweise denkt man, eine Großstadt wie Frankfurt hat ihren Besuchern genug an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dem ist auch so. Dennoch pilgern tausende von Touristen nach Alt-Sachsenhausen. Sachsenhausen ist der zweitgrößte Stadtteil Frankfurts und Alt-Sachsenhausen eine reizende Altstadtmeile und das Zentrum des traditionellen „Eppelwoi“ (Apfelwein). Als herrliches Pendant zur Wolkenkratzer Skyline Frankfurts zeigen sich die alten Gassen, mit schmalen, urigen Häusern im Fachwerkbau und mit Kopfsteinpflaster. Eine „Eppelwoi“ Wirtschaft nach der anderen ist in Alt-Sachsenhausen zu finden. Die Große und Kleine Rittergasse, die Paradies- und Klappergasse laden herzlich ein, sich an Holztische mit langen Bänken zu setzen und den schmackhaften Apfelwein zu genießen. Natürlich wird auch kulinarisch original Frankfurter Küche aufgetischt. Rindfleisch mit grüner Soße oder der beliebte Handkäs verleiten zum Probieren. In der Klappergasse findet sich der so genannte „Frau Rauscher-Brunnen“. Hier sollten die Passanten auf der Hut sein, denn der Brunnen hat eine tückische Eigenschaft. Er sprudelt nicht nur Wasser - nein er spuckt es und das in unregelmäßigen Abständen. Eine Vielzahl weiterer Brunnen ist in Alt-Sachsenhausen zu entdecken. Daher ist das Brunnenfest auch traditionsreich für dieses Viertel. Lauschige Höfe und weniger Turbulenz bieten die versteckten Apfelweinlokale am Rande des Viertels oder in der Nähe Schweizer Straße. Hier kann man auch nach Herzenslust shoppen. Und Frankfurt selbst ist ja nur einen Steinwurf weg.


Liebighaus Skulpturensammlung

Die Kunst spiegelt auch immer das Zeitgeschehen wieder. Skulpturen zeugen heute noch von faszinierenden Arbeiten aus Zeiten, die wir uns kaum vorstellen können. 5000 Jahre Kulturgeschichte anhand solcher Skulpturen zeigt das Liebighaus in Frankfurt am Schaumainkai. Seit der Eröffnung im Jahre 1909 beherbergt das Haus, das nach dem Besitzer der ehemaligen Villa, Heinrich Baron von Liebig, benannt wurde, einzigartige Objekte aus vergangenen Epochen. Im gleichen Jahr folgte schon ein Galerieanbau, eine Erweiterung der Räumlichkeiten fand dann erst 1990 statt. Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus sind hier vertreten. Die „Frankfurter“ Athena gehört zu den herausragenden Statuen in der Abteilung ägyptischer und griechisch-römischer Antike. Es handelt sich hierbei um eine römische Kopie der Göttin Athena. Gefertigt wurde diese von dem griechischen Bildhauer Myron, der sie auf der Akropolis aufstellte. Viele weitere Statuen sowie Relieffragmente sind in dieser Abteilung zu bewundern. Das Mittelalter ist mit Werken von Hans Multscher oder Tillmann Riemenschneider vertreten. Der Heilige Abt oder der Kreuzigungsaltar aus Rimini stehen für wertvolle Relikte aus dieser Zeit. Der „Apoll vom Belvedere“, aus den Händen des Bildhauers Antico, sticht in der Renaissance besonders hervor. Auch in den Abteilungen Barock und Klassizismus warten beeindruckende Skulpturen auf den Besucher. Um das Gesamtbild dieser Kunst abzurunden, zeigt die ostasiatische Abteilung vielfältige Werke aus China, Thailand, Kambodscha und Indonesien, in einer Zeitspanne vom 6. bis zum 16. Jahrhundert. Um die Präsentation noch eindrucksvoller zu gestalten, wurde 2008 ein neues Farb- und Lichtkonzept in den Ausstellungsbereichen verwirklicht. So treten nun die Einzelobjekte und Werkgruppen durch die farbigen Wände noch besser hervor und unterstreichen die Wirkung. Auch das originale Dachgeschoss ist zu besichtigen, das eine prächtige Innenausstattung vorzuweisen hat. Durch das große Engagement der Bürger, die mit ihrer Sammelleidenschaft zu dem fulminanten Präsentationsumfang von rund 3000 Werken beigetragen haben, konnte dieses Haus stetig wachsen.


Museum für Kommunikation

Kommunikation findet verbal und nonverbal statt, permanent, zu allen Tages- und Nachtzeiten und mit allen möglichen Medien und Ausdrucksformen. Was liegt da näher, als ein Museum für Kommunikation? Es gehört zu den ältesten Museen am Mainufer, da es bereits 1958 als Bundespostmuseum gegründet wurde. 1990 wurde es, gleichzeitig mit dem Umzug in den Neubau, umbenannt und zeigt heute auf vier Etagen Kommunikation in all ihren Facetten. „Medien erzählen Geschichte“, so lautet der Name der Dauerausstellung, die den Besucher teilhaben lässt an der Geschichte und der interessanten technischen Entwicklung auf dem Gebiet der Kommunikation. Dabei ist auch Interaktion gefragt. Natürlich darf die gute alte Post nicht fehlen, im ehemaligen Bundespostmuseum. In der Abteilung „Zeichen, Schrift, Nachricht“ wird die Historie vom ersten Schrifttäfelchen bis hin zur modernen Post gezeigt. Auch die Übermittlung der Kommunikation spielt eine Rolle, z.B. bei der Brief- und Paketbeförderung oder aber im Nachrichtenverkehr, der Telekommunikation und der Medien, wie Fernsehen, Radio und Internet. Besonders spannend ist hierbei die Beleuchtung der Aspekte aus technischer, kultureller und gesellschaftlicher Sicht im Laufe der Zeit. Neue Medien sind auch der Schwerpunkt der Kunstsammlung, die Gemälde, Skulpturen, Fotografien und mehr, vom 17. bis in das 21. Jahrhundert hinein, beinhaltet.


Ernst-May-Haus

Wenn man bedenkt, dass es auch schon in den 1920er Jahren Begriffe, wie Lärm und Hast gegeben hat, könnte man sich fragen, in welcher Zeit wir heute leben, denn da ist alles noch lauter und noch hektischer geworden. Doch schon damals sehnten sich die Menschen nach einem Rückzugsort von der anstrengenden und harten Arbeit. Sie wollten nicht mehr länger nur in Arbeitersiedlungen leben, deren Häuser gerade mit dem Allernotwendigsten ausgestattet waren und den Feierabend nicht gerade zum schönen Teil des Tages werden ließen. Der Ruf nach einer Gartenstadt wurde laut. Und er wurde gehört. Von Ernst May (1886-1970), dem ehemaligen Siedlungsdezernenten der Stadt Frankfurt, der als Architekt und Stadtplaner wirkte. So entstand in der Zeit von 1925 bis 1930 das „Neue Frankfurt“. Wegweisende Siedlungen mit 15.000 Wohnungen in der Römerstadt, in Praunheim, Ginnheim und am Bornheimer Hang wurden errichtet. Die Wohnungen waren preisgünstig zu haben und boten ein verbessertes Lebensgefühl in einer harmonischen Landschaft. Aber nicht nur der Lebensstandard der arbeitenden Bevölkerung wurde damit verbessert, gleichzeitig gelten diese Häuser heute als Baukunst der Moderne und ziehen Interessierte aus aller Welt an. Das restaurierte, zweistöckige Reihenhaus oder auch Ernst-May-Haus in der Siedlung Römerstadt, im Burgfeld 136 steht den Besuchern offen. Im Inneren finden sich wichtige Einrichtungsmerkmale, wie die berühmte „Frankfurter Küche“ oder Originaltüren. Auch der für die Arbeiter damals so wichtige Nutz- und Ziergarten kann in seiner originalgetreuen Anlage besichtigt werden. Die 2003 gegründete Ernst-May-Gesellschaft hat dieses Haus zu einem Denkmal der Baukunst und gleichzeitig auch zu einem Ort der Dokumentation gemacht. Auch Veranstaltungen finden hier statt.


Kaiserdom

Der Kaiserdom in Frankfurt am Main gehört zu den schönsten und beeindruckendsten Gotteshäusern in Deutschland, der heute zum Bistum Limburg gehört. Obwohl der Dom St. Bartholomäus keine Kathedralkirche eines Bistums war und nicht zu den größten Kirchen gehört, spielt der Kaiserdom doch auf einer politischen und historischen Ebene eine große Rolle, vor allem während des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Außerdem sind die Architektur und die langwierige Baugeschichte des Doms ungewöhnlich. Einige der Architekten sind heute nicht mehr bekannt, ein bekannter Name ist jedoch Franz Josef Denzinger, der die Verantwortung für den Wiederaufbau des Doms nach einem verheerenden Brand im Jahr 1876 hatte. Dabei reicht die Geschichte des Kaiserdoms bis ins Mittelalter zurück, das frühgotische Langhaus und das Querhaus stammen aus dem 14. Jahrhundert. Der Name Kaiserdom lässt auf eine wichtige Funktion schließen. Römisch-deutsche Könige und Kaiser wurden ursprünglich in Rom im Petersdom vom Papst gekrönt. Dazu musste der Kaiser zunächst meist in Aachen zum König gekrönt worden sein. In Frankfurt wiederum fand seit 1356 die zuvor notwendige Wahl des Monarchen statt. Später war die Zustimmung durch den Papst nicht mehr notwendig. Überreste dieser Tradition Frankfurts als Wahlort sind die Wahlkapelle und der Krönungsalter im Dom. Der bereits erwähnte Großbrand, aber auch erhebliche Schäden während des Zweiten Weltkrieges machten umfangreiche Umbauten und Sanierungsarbeiten notwendig, vor allem in den 1950er und 1990er Jahren. Heute erstrahlt er im alten Glanz, die Besucher der Altstadt können sich über imposantes Bauwerk mit einigen besondere Eigenheiten freuen, etwa der Haupteingang, der an der Nordseite und nicht wie üblich an der Westseite liegt, oder etwa der Westturm mit seiner für die Gotik untypischen Steilkuppel.


Frankfurter Paulskirche

Kaum ein anderer Ort steht gleichermaßen für die deutsche Demokratie und nationale Einheit wie die Paulskirche in Frankfurt. Auf zahlreichen Gemälden kann man den Einzug der Abgeordneten der ersten Volksvertreter im Jahr 1848. Die Paulskirche steht im Stadtzentrum zwischen Neue Kräme und Kornmarkt und ist jeher dicht bebaut. An der Stelle der Paulskirche stand bis 1789 eine mittelalterliche Kirche, bevor die evangelisch-lutherische Kirche aus rotem Sandstein erbaut wurde. Der Rundbau von Johann Friedrich Christian Hess wurde bis 1833 fertiggestellt und geweiht. Die Bauzeit erklärt sich nicht nur die finanzielle Engpässe der Stadt, sondern auch mit einem weiteren Großbauprojekt des Bauherrn, der Stadtbibliothek. 1848 zog hier die erste gewählte Nationalversammlung ein, ursprünglich sollten die Parlamentarier im Rathaus tagen. In kurzer Zeit wurden entsprechende Umgestaltungen vor genommen und die Kirche mit schwarz-rot-goldenen Fahnen geschmückt. Die Paulskirchenverfassung wurde im März 1849 verabschiedet. Bis zur der vollständigen Zerstörung durch Bomben im Zweiten Weltkrieg fanden hier nationale Gedenkfeiern statt, so etwa 1913 zum Gedenken an die Freiheitskriege gegen Napoleon hundert Jahre zuvor. 1948 konnte die Paulskirche wieder im alten Glanz erstrahlen und dient seither als Mahnstätte und Erinnerungsort für die deutsche Demokratie. Dies können Besucher auch in einer Dauerausstellung Schritt für Schritt nachvollziehen. 1963 sprach anlässlich seines Deutschlandbesuches auch der amerikanische Präsident John F. Kennedy in der inzwischen stark umgebauten Paulskirche. Der damalige Versammlungssaal wird heute für besondere Veranstaltungen genutzt. Hier finden zum Beispiel die jährlichen Verleihungen des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und des alle drei Jahre verliehenen Goethepreises der Stadt Frankfurt statt.


Zoologischer_garten_frankfurt

Der Zoologische Garten in Frankfurt kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Er ist der 2. Älteste Zoo in Deutschland. Hier leben ca. 4.800 Tiere. Der Zoo hat aber nicht so viel Platz, daher sind nicht so viele große Tiere hier zu sehen. Es sind keine Elefanten in dem Zoologischen Garten. Aber viele andere interessante Tiere können hier beobachtet werden. Im Katzendschungel wohnen keine Hauskatzen, sondern die Katzen sind hier etwas größer. Zum Beispiel kann hier ein Ozelot beobachtet werden. Sie sind natürlich auch gefährlicher als unsere Stubentiger. Sehenswert sind auch die Robbenklippen und die Zwergotter – Anlage. Für die Menschenaffen ist ein neues Zuhause gebaut worden. Diese Tiere können im Borgori Wald angesehen werden. Nachttiere befindet sich in Grzimek-Haus. Hier sind zum Beispiel Fledermäuse nachts aktiv. Professor Dr. Bernhard Grzimek war ein bekannter Zoologe. Lange Zeit war er Direktor des Zoos in Frankfurt. Außerdem ging er auf Forschungsreisen in der Serengeti. Seine Forschungsreisen werden im Grzimekcamp gezeigt. Im Zoo gibt außerdem noch die Bärenburg, das Exotarium mit der Aquarienhalle, die Reptilienhalle, Vogelhallen, Vogelbüsche und eine Eulentaiga. Bei einem Besuch sollte man sich auch das Menschenaffenhaus, die Affenanlagen, das Giraffenhaus, die Mähnenwolfpampa und die Stelzvogelwiese nicht entgehen lassen. Im dem Zoo wohnen aber auch Keas, Baumkängurus, Hyänenhunde, Rappenantilopen und Strauße. Die Strauße können beim Sandbaden beobachtet werden. Greifvögel, Flamingos, Zebras, Antilopen, Trampeltiere und Nashörner dürfen hier auch nicht unerwähnt bleiben. Aber es gibt noch so viele weitere Tiere zu bewundern, dass man diese alle nicht aufzählen kann. Hunde dürfen auf dem Gelände nicht mitgebracht werden.


Der Römer

Der Römer gehört zu den schönsten Wahrzeichen der Main-Metropole. Vielen ist der Römer auch dadurch bekannt, dass sich Fußballnationalmannschaften der Frauen und Männer dort feiern lassen. Schon seit dem 15. Jahrhundert ist dieses Gebäude das Rathaus der Stadt und fällt durch die typische Treppengiebelfassade auf. Hier kann man Details zur Stadtgeschichte erkennen, so zum Beispiel die vier Kaiser Friedrich Barbarossa (1152 der erste in Frankfurt gewählte Kaiser), Ludwig der Bayer (er weitete die Messerechte der Stadt aus), Karl IV. (bestätigte Frankfurt als Wahlort der Kaiser) und Maximilian II. (1562 der erste im Frankfurter Dom gekrönte Kaiser). Ursprünglich standen hier am Römerberg ganz in der Nähe des Mains drei Gebäude, das mittlere kennen wir heute noch und heißt eigentlich Haus zum Römer. Es ist nicht ganz klar, warum das Gebäude Römer heißt. Sicher ist jedoch, dass im 14. Jahrhundert die Verwaltung ein neues Gebäude benötigte. So kaufte der Stadtrat die beiden schmucken Bürgerhäuser Goldener Schwan und Römer. Vom Mittelalter an bis ins Jahr 1808, als das Heilige Römische Reich Deutscher Nation endete, fanden hier Kaiserwahlen und Krönungen statt. Damit gehört dieser gotische Profanbau zu den bedeutungsvollsten in der deutschen Geschichte. Die Nationalversammlung von 1848 sollte eigentlich im Kaisersaal zusammenkommen, die Paulskirche wurde schließlich aus Platzgründen gewählt. An der Geschichtsträchtigkeit des Römers konnten selbst die schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg nicht ändern. Der Kaisersaal ist besonders prunkvoll und repräsentativ. Hier fanden anlässlich von Kaiserwahlen die Festbankette statt. Heute findet der Besucher hier sämtliche Gemälde der 52 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ausgestellt, eine einmalige Sammlung. Die Gemälde entstanden zwischen 1838 und 1853 und stammen von Künstlern wie Philipp Veit oder Alfred Rethel.


Schloss Auerbach

Die einst imposanteste und mächtigste Burg im südlichen Hessen ist das Schloss Auerbach. Sie ist Kulturdenkmal und steht unter Denkmalschutz. 1135 kam Auerbach durch eine Heirat in den Besitz der Grafschaft Katzenelnbogen. Die Grafschaft legte die Burg im 13. Jahrhundert an. Man wollte schon länger eine uneinnehmbare Wehranlage in Form einer Hochburg für die katzenelnbogischen Besitztümer südlich des Mains. Zusätzlich sollte die sie den Wegzoll auf der wichtigsten Nord-Südverbindung entlang der Bergstraße durch Zwingenberg sichern. Die Spitze des „kleinen Melibokus“ erschien hierfür am geeignetsten. Das Schloss wurde in den folgenden Jahren zu einer der bedeutendsten Festungsanlagen. Durch die Erbfolge fiel die Grafschaft Katzenelnbogen und damit auch das Schloss Auerbach an die Landgrafschaft Hessen. Aber schon im 16. Jahrhundert verlor die Anlage an Bedeutung. Nicht einmal mehr im 30 jährigen Krieg wurde sie militärisch genutzt. Die Bevölkerung von Zwingenberg und Auerbach suchten in den Folgejahren in den Mauern Schutz. Im Französischen-Niederländischen Krieg erstürmte ein Heer unter dem französischen Marschall Turenne und richtete unter den Schutz suchenden Menschen ein Massaker an. Anschließend steckte man die Burg in Brand. In den Jahren danach verfiel sie mehr und mehr. Um 1820 versuchte man den teilweisen Wiederaufbau. Der Versuch hält bis heute an. Die Ruine der Burg nutzt man heute für Ritterturniere und mittelalterliche Spiele. Die Besichtigung ist für jeden Besucher kostenfrei. Nach aufwendiger Restaurierung konnte man den südlichen Turm wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen. Laut einer Online-Befragung des Hessischen Rundfunks im Jahre 2009 wurde das Schloss zum beliebtesten Bauwerk Hessens gewählt. Die Hessen beweisen damit, dass die Besichtigung für jeden Besucher Frankfurts ein absolutes Muss ist.


Archäologisches Museum

Alt, älter, am Ältesten – das Archäologische Museum in Frankfurt bietet für Wissenshungrige jede Menge Fundstücke von der Prähistorie bis zum alten Orient. In den Räumlichkeiten der restaurierten Kirche des Karameliterklosters und dem imposanten Bau des Architekten Josef Paul Kleihues erfahren Interessierte jede Menge über die Antike in Frankfurt und Umgebung. In der Abteilung Prähistorie finden sich Exponate von der Altsteinzeit bis zur späten Bronzezeit. Diese stammen überwiegend aus dem Frankfurter Boden. Neolithische Siedlungen, Grabfunde aus der Bronzezeit, Hügel- und Brandgräber aus der Eisenzeit sowie Siedlungsfunde aus der späten Keltenzeit gehören zur umfangreichen Sammlung des Museums. Die Entwicklung Mitteleuropas kann anhand archäologischer Fundstücke, von der Lebensweise bis zum Handel, nachvollzogen werden. Im Langschiff der Karmeliterkirche wird die Römerzeit wieder lebendig. Die Römerstadt Nidda (Frankfurt-Heddernheim) zählt zu den bedeutendsten Fundstätten in Hessen. Mehr als ein Jahrhundert Grabungsgeschichte erlauben einen beeindruckenden Blick auf das römische Leben. In der Abteilung Frühes Mittelalter steht der Frankfurter Domhügel im Mittelpunkt. Weiter finden sich Grabfunde mit reichen Beigaben, die in einer kleinen, aber feinen Auswahl gezeigt werden. Vasen, Schmuck, Gefäße aus Glas und Terrakottastatuen werden in der Antikensammlung des Museums präsentiert. Orientalische, Jahrhunderte alte Kleinkunst in faszinierender Form schließt die archäologische Zeitreise ab. Ein Highlight des Museums, das sich als „Außenstelle“ präsentiert, ist der Archäologische Garten vor dem Frankfurter Dom. Hier sind gleich mehrere Kulturepochen an einem Platz versammelt: Fundamente römischer Badeanlagen des 1. und 2. Jahrhunderts, Überreste der karolingisch-ottonischen Kaiserpfalz des 9.-10. Jahrhunderts und Keller hochmittelalterlicher Bürgerhäuser.


Palmengarten

Subtropische Gewächse und exotische Pflanzen finden sich im Palmengarten, in der Stadtmitte Frankfurts. Thematisch gegliederte Gärten und Gewächshäuser entführen den Besucher in die reichhaltige Welt der Botanik. Palmen, Riesenstauden, Farne in allen Facetten und aus aller Herren Länder können in dem grünen Haus bestaunt werden. Im „Tropicarium“ werden die Besonderheiten der Tropenlandschaften, wie z.B. der Savanne, der Nebelwüste oder dem Monsunregenwald, vorgestellt. In kühlere Gefilde geht es dann im „Subantarktishaus“. Gewächse der Südhalbkugel sind hier untergebracht. Aber auch herrlich bunte Blumen sind im Blütenhaus an der Gärtnerei zu bewundern. Ein Meer von schillernden Blüten, in allen Farben, erfreut das Auge des Betrachters. Auf 200 qm kann hier ausgiebig gewandelt werden. Die Gestaltung von speziellen Themengärten ist ebenfalls ein großer Aspekt. Der Rhododendrongarten, der Steingarten mit einem imposanten Wasserfall oder der 1200 qm große Kakteengarten zeigen beispielhaft besondere Pflanzenkulturen. Afrika, Amerika und die kanarischen Inseln sind mit einer Vielzahl von Pflanzen und Gewächsen vertreten. Ergänzend finden über das Jahr verteilt Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Blumenschauen zu botanischen Themen statt. Einmal im Jahr, im Monat Juni, wird das Rosen- und Lichterfest gefeiert, bei der auch eine große Rosenausstellung gezeigt wird. Unzählige Teelichter verwandeln den Palmengarten in ein zauberhaftes Gebilde. Die Ursprünge des Palmengartens gehen weit zurück. Im Jahre 1868 wurde das Haus gegründet. Mit dem Einkauf einer großen Pflanzensammlung des Herzogs Herzog Adolph von Nassau verwirklichte der Handelsgärtner und Gartenarchitekt Heinrich Siesmayer seinen Traum, von einem blühenden Gartenpalast als Gesellschaftshaus. Die feierliche Eröffnung fand im Jahre 1871 statt. So findet sich der Palmengarten auch heute in der, nach dem Gründer benannten, Siesmayerstraße mit der Hausnummer 61.


Goethe-Haus und Goethe-Museum

Auf den Spuren des großen Dichters Johann Wolfgang von Goethe läst sich in authentischer Umgebung am besten wandeln. Nichts ist hierzu besser geeignet, als der Ort, an dem der Dichter im Jahre 1749 zur Welt kam. Das Geburthaus im Großen Hirschgraben, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde, hat, wie so viele geschichtsträchtige Stätten, die Angriffe des 2. Weltkrieges nicht überstanden. Aber auf dem gleichen Platz steht heute das Goethe Haus mit Museum, in originalgetreuer Rekonstruktion des Geburtshauses und so ist der Geist des Denkers immer noch zu spüren. Auch das Mobiliar und die Einrichtung wurden der Zeit des Spätbarocks angepasst, um alles so authentisch wie möglich zu präsentieren. Das Haus ist ein Stück Kultur- und Zeitgeschichte der besonderen Art. Im Erdgeschoss warten die Gelbe und die Blaue Stube mit Erinnerungen an den Dichter. Auch die Küche ist liebevoll nachempfunden. Das Leben Goethes, von Kindheit an, wird in allen Facetten beleuchtet. Im zweiten Stock befindet sich unter anderem das Geburtszimmer von Goethe. Der Besucher kann in das Studienzimmer eintreten und sich in Gedanken den Meister bei der Arbeit vorstellen. „Die Leiden des jungen Werther“, der „Urfaust“ oder „Götz von Berlichingen“ sind hier entstanden. Die originalgetreue Einrichtung lässt ein besonderes Gefühl für die damaligen Lebens- und Arbeitsverhältnisse Goethes aufkommen. Das Goethe-Museum hat sich dem Aspekt Goethe und das Verhältnis zu Kunst und Künstlern gewidmet. Eine umfangreiche Sammlung, zeigt Gemälde, Grafiken und Büsten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Darunter sind Werke von Caspar David Friedrich und Johann Heinrich Füssli, die im Kontext mit Goethe standen. Die beeindruckende Gedenkstätte mit Goethes Elternhaus, dem Museum, Dichterarchiv und einer umfassenden Forschungsbibliothek wird vom Freien Deutschen Hochstift unterhalten. In Sonderausstellungen werden seltene und wertvolle Dokumente und Handschriften des großen Dichters gezeigt.


Alte Oper

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Alte Oper Frankfurt 1944 fast vollständig zerstört. Lange gab es Streitigkeiten, ob die Ruine wieder hergestellt werden sollte oder der völlige Abriss das Beste sei. Durch Bürgerinitiativen und Spendengelder wurde der Prachtbau schließlich 1981 nach Originalplänen wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau begann 1978. Teilweise konnten Originalfresken, Stuckarbeiten und Mosaike gerettet und wieder eingesetzt werden. In der über 100-jährigen Geschichte der Alten Oper traten hier weltbekannte Stars aus den Bereichen Klassik, Rock und Pop auf, aber auch erstklassige Orchester und weltberühmte Dirigenten gaben hier ihre Gastspiele. Dazu zählen die Bamberger Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das New York Philharmonic Orchestra und die Wiener Symphoniker. Außerdem leiteten hier Leonard Bernstein, Sir Simon Rattle, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan ihre Orchester. Zu den klassischen Künstlern gehören Cecilia Bartoli, Montserrat Caballé, José Carreras und Friedrich Fischer-Dieskau, die hier aufgetreten sind. Außerdem gaben hier Bryan Adams, Liza Minelli, Marius Müller-Westernhagen, Carlos Santana und Patricia Kaas gefeierte Konzerte. Neben Konzerten finden hier aber auch Lesungen statt. Die Geschichte der Alten Oper beginnt 1880 mit der Einweihung des Opernhauses. In dem Bau nach Plänen von Architekt Richard Lucae, der die Einweihung jedoch nicht mehr erlebte, fanden über 2000 Besucher Platz. Bei der Einweihung war auch der Kaiser, Wilhelm I., anwesend. Finanziert wurde das Opernhaus auch mit Spenden wohlhabender Bürger Frankfurts. Schon in der Nachkriegszeit bildeten sich Bürgerinitiativen, die sich für den Erhalt des ruinösen Baus einsetzten. Auch zur Wiedereröffnung im August 1981 war der erste Mann im Staat anwesend, Bundespräsident Karl Carstens wohnte der neuerlichen Premiere bei, bei der Mahlers 8. Sinfonie gegeben wurde.


Maintower

Frankfurt am Main ist nicht nur als Finanzmetropole bekannt. Als Finanzstandort hat Frankfurt aber noch einiges mehr zu bieten, was etwa Kultur, Sehenswürdigkeiten oder Gastronomie angeht. Das Gesicht Frankfurts ist auch durch die bekannte Skyline bekannt, die der Stadt den Beinamen Mainhatten einbrachte. Dazu gehört auch der Main Tower. Er gehört zu den höchsten Bauten der Stadt, misst 200 Meter und wurde im Jahr 2000 feierlich eröffnet. Einige technische Raffinessen etwa in Sachen Klimaschutz und effiziente Energienutzung gehören ebenfalls dazu wie etwa die 26 Personenaufzüge, die zu den schnellsten Aufzügen in Deutschland gehören, auch wenn der Fahrgast das nicht bemerkt. Das spektakuläre Hochhaus wurde in etwa 3 Jahren Bauzeit fertiggestellt. Heute nutzen zahlreiche international agierende Unternehmen die Büroräume mit einer fantastischen Sicht über Frankfurt. Dazu gehören aber auch die Landesbank Hessen-Thüringen und der Hessische Rundfunk, der hier ein Fernsehstudio eingerichtet hat. Besucher können die Besucherterrasse in rund 198 Metern Höhe erklimmen, um einen Blick über die hessische Metropole zu werfen oder eine Erfrischung im Restaurant zu genießen. Regelmäßig finden verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt, außerdem ist es möglich in luftiger Höhe zu heiraten. Sicher ein ganz spezielles, unvergessliches Erlebnis.


Hammermuseum

Hammer ist nicht gleich Hammer. Die Vielfältigkeit des Werkzeuges wird im Hammermuseum Frankfurt deutlich präsentiert. Große und kleine Hämmer, Kitsch und Kunst, Präzisionswerkzeug und medizinisches Instrument. Wie oft uns der Begriff Hammer, der uns in erster Linie als Gegenstand, mit dem wir etwas einhauen können, ins Gedächtnis kommt, im Alltag über den Weg läuft, wird in dieser ebenso kuriosen, wie hochinteressanten Ausstellung sichtbar. Den Besuchern wird auch gleich beim Eintreten in das Haus gezeigt, wo der Hammer hängt. Nämlich beim Schuhmachermeisterbetrieb Lenz, der den Raum für die Exponate zur Verfügung gestellt hat. Im Obergeschoss der Werkstatt Lenz finden sich alle Arten von Hämmern, die der Bildhauer und Puppenspieler Oskar Mahler zusammengetragen hat. Wie oft und in welcher Form der Hammer zum Einsatz kommt, wird klar, wenn man sich die Bandbreite der Verwendung vor Augen führt: Auktionare, Geologen, Neurologen, Musiker und Künstler – sie alle kommen nicht ohne ihn aus. Mehr als 1000 Hämmer aller Größen, in vielen Formen und unendlichen Varianten und natürlich aus allen Zeiten sind hier zu bestaunen. Seit 2005 gibt es das Museum, rund um eines der ältesten Werkzeuge des Menschen. Der Sammler selbst erzählt bei seinen Führungen so allerlei Wissenswertes über den Hammer und gewährt auch Einblick in seine künstlerische Arbeit als Bildhauer.


Bibelhaus am Museumsufer

Ein Bibelhaus – was kann das sein, wird sich so mancher jetzt wohl fragen. Die Antwort ist einfach. Das Bibelhaus beschäftigt sich mit Geschichten rund um die Bibel, Jesus und die Zeit, in der er gelebt hat. In einer ehemaligen Kirche wirkt das ganze sehr authentisch, aber dennoch nicht starr. In einem Boot aus der Zeit Jesu können die Besucher auf seinen Spuren wandeln. Es handelt sich dabei um den Nachbau eines Bootes, das einst am See Genezareth gefunden wurde. Auch Abraham, der in einem Nomadenzelt lebte, wird hier gegenwärtig. Probewohnen im Nomadenzelt – das können die Besucher einmal ausprobieren. Passend zum Thema gibt es die Installation „Moderne Nomaden“, mit spannenden Bildern von umherziehenden Menschen. Doch auch andere biblische Aspekte werden genauer unter die Lupe genommen, selbst wenn es eigentlich eher „Kleinigkeiten“ sind. Myrrhe, Weihrauch, Salbeiöl - immer wieder tauchen diese Begriffe in der Bibel auf. Doch welchen Geruch haben diese Kräuter und Essenzen? Religiöse Musik im Zeitalter Christi darf auch nicht fehlen. Den Kontext der Bibel, die Entstehungsgeschichte und die Zusammenhänge zwischen anderen Glaubensreligionen werden eindrucksvoll in verschiedenen Stationen dargelegt. Damit die Bibel auch gelesen werden konnte, musste sie erst einmal gedruckt werden. Wie das geht, kann der Besucher selbst an einer Gutenberg-Buchdruckpresse nachvollziehen. Das Bibelhaus, das 2003 eröffnet wurde, versteht sich als Erlebnismuseum für Kinder, Erwachsene, Senioren. Führungen bringen die Thematik mit Hintergrundwissen genau hervor und werden auch für seh- und hörbehinderte Menschen angeboten. Im Shop wird man erstaunt sein, wie viele Bibelausgaben und –übersetzungen es gibt. Und da es nicht zu theoretisch bleiben soll, sind auch Spiele erhältlich, die sich mit dem Thema befassen.


Struwwelpeter-Museum

Der Struwwelpeter – unzählige Kinder kennen die Moral von der Geschicht. „Nein, meine Suppe ess´ ich nicht“. Das Werk mit Zeichnungen und Text gehört zu den meistgelesenen Büchern der Welt. Mit viel Humor und Ironie, aber auch sehr lehrreich, hat Heinrich Hoffmann seinerzeit das Buch entworfen. Es gilt als Sinnbild für das ungehorsame Kind, das macht was es will und auch die Konsequenzen gleich zu spüren bekommt. Am Frankfurter Westend, in einer reizenden Gründerzeitvilla, ist das Struwwelpeter Museum untergebracht. Das Buch über den Struwwelpeter ist 1844 entstanden. Es war als Weihnachtsgeschenk für den damals dreijährigen Sohen des Arztes und Schriftstellers Hoffmann gedacht. Das weltberühmte Dokument über einen Schlingel, wie es keinen Zweiten gibt, wurde im 19. und 20. Jahrhundert mit Vorliebe und zuhauf parodiert und neu aufgelegt. Eine wertvolle Sammlung aus Kinderbüchern, Skizzen, Zeichnungen und seltenen Exemplaren ist in diesem Museum zu sehen. In- und ausländische Leihgeber ermöglichen dies. Ursprünglich war das Struwwelpeter Museum nahe der Schirn angesiedelt. Alle Dokumente aus dem Nachlass von Peter Hoffmann wurden an den neuen Standort verfrachtet. So erfährt der Besucher auch gleichzeitig viel über die Person, die hinter dem kleinen Teufel gestanden hat. Gleichsam hat das Haus sich zu einem Treffpunkt für Kulturforscher entwickelt, die sich mit der Kinderliteratur auseinandersetzen. Auch Kinder haben ihre helle Freude, wenn sie z.B. mit dem Suppenkasper kochen dürfen. Ein Spielzimmer und ein Werkraum, um selbst kleine, lustige Geschichten zu verfassen sowie ein Puppentheater lassen die Einrichtung Museum für Kinder hier zu einem besonderen Erlebnis werden.


Airport

Hektisch geht es am Frankfurter Flughafen zu. Touristen aus aller Welt, Geschäftsleute und Waren kommen tagtäglich an. Da die Zeit meistens knapp ist, bleibt wenig Ruhe für eine ausgedehnte Besichtigung der großen Anlage. Dabei bietet der Airport jede Menge Sehenswertes und man kann sich hier durchaus mehrere Stunden aufhalten, um die Arbeit und das Arenal in Ruhe zu beobachten. Frankfurt ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im internationalen Flugverkehr. 50 Millionen Passagiere und ca. 480.000 Starts und Landungen werden hier pro Jahr verzeichnet. Die Größe und das Geschehen, an einem der bedeutenden Flughäfen der Welt, beeindrucken immer wieder aufs Neue die Besucher. Die Besucherterrasse am Terminal 2 bietet ausgiebig Einblicke auf die Start- und Landebahnen. Bei einer Flughafentour können alle wichtigen Bereiche erkundet werden. Verschiedene Rundfahrten laden dazu ein, zahlreiche Flugszeuge aus der Nähe zu betrachten, den Terminal-Angestellten über die Schulter zu schauen oder den Abflug direkt vom Rollfeld aus zu beobachten. Gastronomische Vielfalt stillt auch den größten Hunger nach ausgiebigen Entdeckungen. Shopping auf 20.000 qm, an 365 Tagen im Jahr, dürfte ebenfalls zahlreiche Besucher des Frankfurter Flughafens reizen.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Frankfurt am Main

Bundesland:
Hessen

Regierungsbezirk:
Darmstadt

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
112 m ü. NN

Fläche:
248,31 km²

Einwohner:
671.927

Autokennzeichen:
F

Vorwahl:
06906101 06109

Gemeinde-
schlüssel:

06 4 12 000LOCODE:

Firmenverzeichnis für Frankfurt am Main im Stadtportal für Frankfurt am Main