Offzielle Eröffnung des Erweiterungsbaus des Städel Museums
Am Mittwochabend wurde die rund 3.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle des Frankfurter Städel Museums feierlich eröffnet. Das Museum will mit der Erweiterung in die Riege der weltweit renommiertesten Kunstmuseen vordringen. Die Besonderheit des Baus: er befindet sich komplett unter der Erde und wird durch 195 Bullaugen in der Decke beleuchtet. Die Bullaugen wurden in den Museumsgarten eingelassen. Die neue Halle kann am 25. und 26. Februar erstmals und bei freiem Eintritt besichtigt werden.
Derzeit sind in dem futuristischen Saal 330 Werke der Gegenwartskunst zu sehen, die von Skulpturen über Gemälde bis hin zu Fotografien reichen. Zahlreiche Neuzugänge sind Dauerleihgaben, die aus den Unternehmenssammlungen der Deutschen Bank und der DZ Bank stammen.
Angesichts der außergewöhnlichen Architektur zeigte sich Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) beeindruckt. Er sagte bei der Eröffnung, dass die Architektur leider fast ein bisschen von den Kunstwerken ablenke. Allerdings freue er sich, dass die Museumserweiterung einen so großen Platz bei der Berichterstattung in der Presse einnimmt. Bouffier resümierte: "Es ist etwas dabei herausgekommen, was uns alle stolz machen kann". Einfach schön findet Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) den Erweiterungsbau. Sie betonte, dass ohne die Hilfe der Stadt der Neubau wohl nicht hätte realisiert werden können. "Hätte ich mich von der Idee nicht überzeugen lassen, dann wäre daraus nichts geworden.", sagte Roth. Ihr war es gelungen die städtischen Entscheidungsgremien von dem Projekt zu überzeugen. Kein Wunder, war sie selbst sehr fasziniert von der Idee.
In die Sanierung des Altbaus und die Errichtung des Neubaus investierte die Stadt rund 16,4 Millionen Euro, das Land Hessen beteiligte sich mit rund 6 Millionen Euro und ca. 50 Prozent der Kosten wurden von Unternehmen, Privatleuten und Bürgerinitiativen getragen.
Museumsdirektor Max Hollein begründete die Erforderlichkeit des Neubaus damit, dass die Städel-Sammlung immer weiter gewachsen sei. Durch das insgesamt rund 52 Millionen Euro teure Projekt habe sich nun die Ausstellungsfläche fast verdoppelt.
1815 wurde das Städel Museum als private Stiftung gegründet. Die Sammlung umfasst heute rund 3.000 Gemälde, 600 Skulpturen, 500 Fotografien sowie über 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken. Besichtigt werden können damit mehr als 700 Jahre europäische Kunstgeschichte - vom frühen 14. Jahrhundert bis heute.
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Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Frankfurt am Main
Bundesland:
Hessen
Regierungsbezirk:
Darmstadt
Landkreis:
Kreisfreie Stadt
Höhe:
112 m ü. NN
Fläche:
248,31 km²
Einwohner:
671.927
Autokennzeichen:
F
Vorwahl:
06906101 06109
Gemeinde-
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